Stadt Land Kunst: Madrid / Quebec / Indien
vom 29.09.2026 · 46 min
Hier klicken um das Video abzuspielen(1) Madrid: Carlos Giménez stellt sich den Geistern des FranquismusCarlos Giménez wuchs im Madrid der 1950er Jahre auf. Kurz nach dem Tod des Diktators Franco 1975 gelang dem Comiczeichner der Durchbruch mit seinen Reihen "Paracuellos" und "Barrio". Darin thematisiert er seine Kindheits- und Jugenderlebnisse, lange bevor die Genres "Autofiktion" und "Graphic Novel" einem größeren Publikum bekannt wurden. Giménez' Comics stecken voller ehrlicher Gefühle und nackter Wahrheiten – und sind heute auch ein fester Teil des spanischen kollektiven Gedächtnisses.(2) Quebec: Die AtikamekwIn den dichten Wäldern Quebecs leben noch knapp 8.000 Atikamekw in verschiedenen First-Nations- und Familiengruppen. Die Traditionen des einstigen Nomadenvolks bestehen auch heute noch aus Jagen, Sammeln und Fischfang. Aufgrund der zunehmenden Zahl französischer Siedler nahmen im 19. Jahrhundert mit den diplomatischen Verbindungen und Handelsbeziehungen auch die Waldrodungen zu. Die naturverbundenen Atikamekw wehrten sich vergeblich. Sie wurden zwangschristianisiert, gezwungen, ihre Kultur aufzugeben und sollten sich an das Leben der Siedler anpassen.(3) La Réunion: Nativs kreolisches Fisch-CariIn Saint-Philippe, im Süden der Insel La Réunion, kocht Nativ ein Cari in seinem Lieblingstopf. Zuerst brät er dafür Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Kurkuma, Ingwer und Kaffir-Limettenschalen an und gibt dann Fischstücke hinzu. Während das Cari köchelt, bereitet Nativ ein Rougail aus Mango und Cilaos-Linsen zu. Ein echt kreolisches Essen!(4) Indien: Die Farbe KhakiRosa, Orange, Grün – Indien sprüht nur so vor Farben. Und ausgerechnet hier ist ein Farbton entstanden, der eher an Staub oder Erde erinnert: Die Farbe Khaki war bei der Geburtsstunde eines Kolonialreiches mit dabei, hat Kriege durchlebt und die Straßen erobert …




























