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Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien

vom 14.10.2026 · 122 min

Schlingensief - In das Schweigen hineinschreienHier klicken um das Video abzuspielen
Dokumentarfilm Deutschland 2020 +++ "Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien" ist ein Film über den 2010 mit 49 Jahren verstorbenen Ausnahmekünstler Christoph Schlingensief. Der Fokus des Films liegt auf Schlingensiefs Auseinandersetzung mit Deutschland. Sein Verhältnis zu diesem Land war widersprüchlich: einerseits verspürte er eine Verbundenheit mit den Menschen und Orten seiner Herkunft, seiner Kernfamilie und so etwas wie „Heimat“, andererseits rebellierte er gegen sie – auch gegen den Kleinbürger in sich selbst – und provozierte bis hin zur Forderung "Tötet Helmut Kohl" auf der documenta X 1997. Dass er 2004, am deutschesten Ort der Hochkultur, in Bayreuth Wagners Erlöser-Oper "Parsifal" inszenieren durfte, und später die Einladung erhielt, den deutschen Pavillon der Biennale in Venedig zu gestalten, erfüllte ihn auch mit Stolz, weil er erkannte, dass die Hassliebe zu seinem Land doch noch mit Anerkennung erwidert wurde. "SCHLINGENSIEF – In das Schweigen hineinschreien" ist ein Montage-Film der Filmeditorin Bettina Böhler, die zwei der wichtigsten Filme von Christoph Schlingensief, "Terror 2000" und "Die 120 Tage von Bottrop" geschnitten hat. Ihr Film besteht aus sehr umfangreichem Archivmaterial aus vier Jahrzehnten, Erzähler ist Schlingensief selbst. Im Herbst 2026 (9.10.2026-17.1.2027) widmet der Gropius Bau in Berlin ihm mit „Es ist nicht mehr mein Problem, macht eure Scheiße alleine“ eine Ausstellung, die sein visionäres Werk zwischen aufsehenerregenden politischen Aktionen, radikalen theatralen Inszenierungen und der Verschmelzung von Performance und bildender Kunst beleuchtet. Film von Bettina Böhler | Erstsendung: 20.07.2022 (Das Erste) Regie: Bettina Böhler Konzept/Drehbuch: Bettina Böhler Schnitt/Montage: Bettina Böhler Musik: Helge Schneider Sound Design: Daniel Iribarren Mischung: Adrian Baumeister Dramaturgische Beratung: Angelina Maccarone Archivrecherche und Assistenz: Lydia Anemüller Produktion: Frieder Schlaich, Irene von Alberti / Filmgalerie 451

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