junger dokumentarfilm: Born To Fake
vom 05.11.2026 · 89 min
Hier klicken um das Video abzuspielenEin Krisenreporter wird zum Fälscher von TV-Beiträgen. Ein Fernsehskandal der 90er, der heute erschreckend aktuell wirkt, weil für Reichweite Wahrheit geopfert wird. In den 1990er Jahren fälschte Michael Born zahlreiche Fernsehbeiträge und führte damit große Privatsender vor. Inszenierte Geschichten über Kröten leckende Drogensüchtige oder ein Ku-Klux-Klan-Treffen in der Eifel wurden als Sensationen verkauft, unter anderem an "Stern TV". 1996 wurde Born in einem aufsehenerregenden Prozess zu vier Jahren Haft verurteilt, 2019 starb er verarmt in Graz. Die Regisseure stießen zufällig auf Borns Nachlass: eine Kiste mit unveröffentlichtem Material. Fünf Jahre lang rekonstruierten sie daraus eine Geschichte über Wahrheit, Manipulation und ein Mediensystem, dem aus Quotendruck spektakuläre Bilder oft wichtiger sind als sorgfältige journalistische Kontrolle. Der Dokumentarfilm fragt - mitunter auch selbstironisch -: Warum glaubt man, was man sieht? "Born to Fake" hatte Premiere beim Filmfest München, gewann den One-Future-Award und wird seitdem als wichtiger Beitrag zur Fake News-Debatte gefeiert.




